Tansania

Tansania ist in Land, das ich von etlichen Reisen kenne. Die grandiose Serengeti und den fantastischen Ngorongorokrater habe ich als erstes besucht. Spätere Reisen führten mich an weniger berühmte aber deshalb nicht weniger spannende Orte. Zum Beispiel zum Lake Eyasi, ein flacher, ausgedehnter See im Norden des Landes, der während einiger Monate im Jahr von einer grossen Zahl Wasservögel besucht ist, wie zum Beispiel Pelikanen und Flamingos. Sehr interessant fand ich auch den Besuch bei einem uralten Volk der Jäger und Sammler, die in der Nähe des Sees leben, die Hadzabe. Es war faszinierend, sie in ihrem Alltag zu beobachten, der heute leider im Konflikt mit den nahen Nationalparks und den benachbarten Hirten und Bauern steht.

Nationalpark Tarangire, ein weniger bekannter aber sehr schöner Park, berühmt für seine zwei „Riesen“ – die Baobabs und die Elefanten.

In der Nachbarschaft des Tarangire Parks habe ich einige sehr schöne Tage in einem Maasai-Dorf verbracht. Ich hatte das Glück, an einer Maasai-Hochzeit teilzunehmen und hatte sehr viel Spass mit einer Gruppe Maasaikrieger in den Bergen wandern zu gehen. Es war eine wunderbare Zeit und ich habe eine Menge über die Natur und die Maasai-Kultur gelernt. Die schöne Beziehung zwischen den Maasai und der Natur und den Wildtieren hat mich besonders inspiriert.

Eine lange Fahrt im Auto hat mich anschliessend ganz nach oben in die Usambara Berge gebracht, von wo aus man ein herrliches Panorama geniessen kann (an klaren Morgen ist der Kilimanjaro zu sehen). Auch wunderschöne Wanderungen durch die Dörfer mit ihren Märkten und in den nahegelegenen Urwald, berühmt für seine beeindruckende Artenvielfalt, kann man unternehmen.

Das Meer bei Pangani kenne ich seit vielen Jahren, noch immer ist es für mich einer der schönsten Orte zum Entspannen in Ruhe und bei Meeresrauschen. Die nahegelegene, etwas verschlafene Stadt Pangani lässt noch ihren Reichtum als Kolonialstadt erahnen.

Meine letzte Etappe brachte mich in den Süden des Landes, ebenfalls am Ozean, in den Ort Kilwa. Ein kurioser Ort, Unesco Weltkulturerbe, das keiner zu kennen scheint. Trotz der Bemühungen der Bewohner (es gibt eine ganze Reihe hübscher Lodgen für jeden Geldbeutel), dem herrlichen palmengesäumten Strand, nicht zu reden von den kulturhistorisch spektakulären Monumenten – wird um diesen Ort von Touristen ein grosser Bogen gemacht. Gut für mich – so bin ich beinahe allein herumgeschlendert zwischen den faszinierenden Ruinen von Kilwa Kisawani, dem alten Sultanspalast, den Gräbern der Prinzen und den Resten der grossen Moschee.  Auch die wunderschöne Insel Songo Mnara habe ich allein durchstreift, unter den Palmen und im Dorf der Fischer, zwischen Mangroven und verfallenen Palästen.